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Groben Turismo S.R.L. | Reisen zu den Ursprüngen.

Tiwanaku Observatorium

Liebe Freunde,

Am 19.06.2017 wurde nun das private Observatorium meines Freundes Manuel de la Torre offiziell eingeweiht.

Manuel ist ein begeisteter Astronom im Ruhestand, aber alles andere als inaktiv und er erfüllt sich hiermit einen seit Jahren gehegten Lebenstraum, das auch sein Hobby, dem er seit über 20 Jahren frönt, einbezieht. Eingentlich handelt es sich um einen Astronomischen Komplex, mit der Möglichkeit zur Himmelsbeobachtung, wie im Folgenden aufgeführt.

Die kleine Anlage beinhaltet einen Innenhof, in dem verschiedene Teleskope aus seinem privaten Fundus zur Himmelsbeobachtung aufgestellt werden können, seien es nun Refraktoren oder Reflektoren, welche für die Observation von Planeten, Nebeln, Galaxien etc. zur Anwendung kommen oder die Astrophotographie, ein weiteres faszinierendes Betätigungsfeld der Astronomie.

Nach einem typisch andinen Buffet („Apthapi“) begann am frühen Nachmittag die erste Führung mit einer Sonnenbeobachtung mittels eines Teleskops, das mit speziellen Filtern für ausgestattet war, sowie am Abend der Betrachtung der Planeten Jupiter und Saturn, die hier momentan sehr gut zu sehen sind. Ebenso sei angemerkt, daß die Milchstraße sowie der übrige Sternenhimmel derart klar und deutlich zu sehen sind (3.870 Meter über dem Meeresspiegel sowie ca. 75 von La Paz entfernt, ohne größere Ortschaften in der Umgebung) wie in Europa schon lange nicht mehr. Konditionen, die für jeden (Amateur-)Astronomen ein Traum sind. Neben den Teleskopen wurden auch, wenn auch erst einmal provisorisch, zwei Ausstellungsräume austgestattet, die sich drei Themen widmen: der Archäoastronomie, speziell bezogen auf Tiahuanaco und und Puma Punku (mit sehr interessanten Graphiken und Bildern) sowie der Astronomie und Raumfahrt im Allgemeinen.

Wir wollen somit erreichen, daß der enigmatische Ruinenkomplex Tiahuanaco und Puma Punku dem Touristen noch profunder nahegebracht wird, da die Archäo- Astronomie ein im Tourimus bisher nicht beachtetes Thema war, ohne das aber ein wichtiger Aspekt zum Verständnis der Ruinen, der alten Kulturen und der Geschichte des Landes nicht beleuchtet wird. Der Besucher soll sich zudem animiert fühlen, über Nacht dort zu verweilen (ein Hotel befindet sich direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite).

Manuel verfügt über die Erlaubnis, nachts Führungen auf dem archäologischen Gelände mit Laserpointer durchzuführen, um den astronomischen Bezug der Tempel zum Sternenhimmel zu veranschaulichen.

Wir hoffen, somit einen konstruktiven Beitrag zur Verbesserung der touristischen Situation in Tiahuanaco zu leisten.

Bitte bedenken Sie in diesem Zusammenhang auch die Aktivitäten der UNESCO und der örtlichen Archäologen in bezug auf die geplanten Ausgrabungsarbeiten ab 2018 auf Basis von Luftbildaufnahmen, welche Anfang dieses Jahres (2017) mit Hilfe eines Satelliten und einer Drone mit Spezialkamera aufgenommen wurden. Hierüber wird ein eigener Artikel auf dieser Seite folgen.

Selbstredend werden unsere Kunden auch über diese Forschungen und deren Resultate auf dem Laufenden gehalten. Da wir uns fast direkt vor Ort befinden und die Archäologie ein Schwerpunkt unserer Reiseprogramme darstellt, haben wir natürlich im Vergleich zu anderen Agenturen im Ausland einen enormen Zeit- und Wissensvorteil. Bereits jetzt gibt es darüber schon einiges zu berichten, was Sie so von anderen Groß- oder Billigagenturen nicht zu hören bekommen werden.

Dieses Zusatzmodul gilt ab sofort für unsere Reisen, welche einen Besuch in Tiahuanaco und Puma Punku beinhalten. Der Preis pro Person inklusive Übernachtung im Hotel, nächtliche Führung in Tiahuanaco mit Manuel de la Torre und mir belaufen sich auf ca. 66 US$ pro Person, Rückfahrt nach La Paz am nächten Tage inklusive.

Die Führungen werden in folgenden Sprachen angeboten:

- Deutsch
- Englisch
- Französisch (ab November 2017)

Um die Übersetzungen werde ich ich kümmern.

Gruß aus La Paz

  • Bild 1: Tag der Einweihung des örtlichen Privatobservatoriums in Tiahuanaco. Hier ist der Innenhof zu sehen, in dem Teleskope zur Himmelsbeobachtung zur Aufstellung kommen. Zugegeben, alles noch recht rohbaulich hier, aber ein Anfang ist gemacht.

  • Bild 2: Eines derTeleskope für die Observation des Nachthimmels. Die atmosphärischen Konditionen auf dieser Höhe und die Abgelegenheit des Dorfes sind geradezu perfekt und werden bestenfalls von der Atacama- Wüste in Nordchile übertroffen, wo eine der größten optischen Teleskopanlagen steht.

  • Bild 3: das bisher größte Spiegelteleskop mit einem Spiegeldurchmesser von ca. 30 cm. Ideal zur Planetenbeobachtung und Astrophotographie.

  • Bild 4: der Balkon des Observatoriums oberhalb der beiden Ausstellungsräume, Hier könnten bald eine Kuppel sowie ein kleines Planetarium stehen. Das wird natürlich von der Akzeptanz der zukünfigen Besucher von nah und fern und der damit finanziellen Lage abhängig sein. Weiter hinten zeigt sich das Keramische Museum von Tiahuanaco.

  • Bild 5: der erste Ausstellungraum widmet sich der Astronomie und Raumfahrt im Allgemeinen. In der vorderen Vitrine das etwas ramponierte Modell der ISS, das beim Transport von La Paz nach Tiahuanaco leider nicht so gut überstanden hatte. :-) Alles innerhalb zweier Tage und Nächte hergerichtet!

  • Bild 6: Der Astro- Raumfahrt- Saal aus einer anderen Perspektive, um die Infoplakate besser hervorzuheben. Flachwelttheoretiker kommen hier nicht auf ihre Kosten, ebensowenig jene, die der Meinung sind, daß die NASA nie auf dem Mond gewesen sei. Tja mei...

  • Bild 7: der andere Saal, der sich der Archäo- Astronomie widmet. Zugegeben noch etwas kahl und kühl, aber das wird schon noch. Der Anfang ist gemacht. Sollte ich mit meiner Reiseagentur nach Tiahuanaco umziehen, wird sicher noch eine zusätzliche Vitrine zur Aufstellung kommen, in der mein Filmequipment inklusive der Angebote für Filmarbeiten (Aufnahme und Edition) zur Schau gestellt werden. Ein Monitor soll mit einigen meiner bereits erstellten Video- Dokus wird dann noch zusätzlich installiert. Ich filme auch für Touristen bishin zum fertigen Film auf DVD/Blu-ray mit Versand.

  • Bild 8: ups! Das war noch vom vorigen Saal. Ich bin aber jetzt zu faul, das umzuordnen.

  • Bild 9: der Archäo- Astronomie- Saal: Hier wird es besonders interessant. Die drei Photos unten zeigen Schächte innerhalb der Akapana- Pyramide, die in ihrer Dimension und Machart starkt an die "Luftschächte" der Großen Pyramide in Gizeh/Ägypten erinnern. Diese verlaufen jedoch nicht linear schräg wie in der "Cheops- Pyramide", sondern erst vertikal (Mitte) und dann stufenartig horizontal, um dann nach außen zu führen. Hier besteht weiterer Investigationsbedarf.

  • Bild 10: die Pyramidenplattform von Puma Punku mit seinen seltsamen, perfekt bearbeiteten Blöcken aus Andesit und Sandstein, die meiner Meinung nach im zeitlich- kulturellen Kontext nichts mit den Ruinen des benachbarten Tiahuanaco zu tun hat. Daß die Tore (unten links) im Kontext mit astronomischen Ausrichtungen stehen sollen, in diesem Falle mit den Sostitien und Äquinoktien, ist eine Interpretation und wissenschaftlcih nicht bestätigt. Zudem weicht heutzutage Puma Punku um etwa 9° von der Ausrichtung nach den vier HImmelsrichtungen ab, im Gegensatz zur Akapana- Pyramide, was auf die Kenntnis der Polwanderung berücksichtigend auf ein wesentlich älteres Entstehungsdatum hindeutet.

  • Bild 11: die andine Astronomie und Kosmogonie, die im Gegensatz zur abendändisch- griechisch- babylonischen Sternenkunde den Tierkreis entlang der Milchstraße verortet und nicht entlang der Ekliptik (Planetenebene), zudem auch die dunklen Bereiche innerhalb des himmlichen Sternenbandes als Sternbilder interpretiert (Abbildung unten).

© Dieter Groben, Juli 2017

Bilder: Dieter Groben, Juni 2017