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Groben Turismo S.R.L. | Reisen zu den Ursprüngen.

Der Knick von Maeshowe
(Autor: Norbert Renz, 23.03.2016)

Maeshowe ist ein prähistorisches Observatorium, das offensichtlich der genauen Kontrolle des Sonnenunterganges zur Wintersonnenwende, also zum Zeitpunkt des kürzesten Tages im Jahr, diente. Es befindet sich auf dem Orkney Mainland, nördlich von Schottland, auf dem 59sten Breitengrad. Es befinden sich darin ein Visiergang und ein zentraler Raum samt Seitenkammern. Nach offizieller Lehrmeinung ist die Anlage ca. 5000 Jahre alt (C14-Methode). Sieht man sich die Anlage etwas näher an, so fallen einem eine ganze Reihe von Ungereimtheiten auf.


Bild 1

Der Bereich am Eingang ist geknickt. Vor dem Eingang befindet sich ein nicht originaler Anbau (Nicht im Bild 1 eingezeichnet), welcher zusätzlich den Lichteinfall abschattet. Fotographieren ist verboten. In der Hauptkammer befinden sich Steinsetzungen, die verschachtelte Einschnitte aufweisen [1], wie sie in den südamerikanischen Monolithmauern typisch sind. Im Eingang zur Hauptkammer soll sich ein Türbalken befunden haben, welcher nicht mehr da ist. Bei den heutigen Gegebenheiten fällt das direkte Sonnenlicht, wegen des erhobenen Horizonts (Ward Hill) auch noch mit 2° Schräge ein, sodaß die hintere Seitenkammer nicht mehr getroffen wird und der Astronom, am Boden kriechend, den Lichtstrahl an der Rückwand der Hauptkammer observieren muß. Weiters trifft der Lichtstrahl seitlich versetzt ein, und das, ohne daß eine Referenz zu erkennen wäre. Das Ganze erinnert mehr an eine Notlösung, denn an eine geplante Präzisionsarbeit, welche wir von solchen Erbauern, nach unseren Erfahrungen erwarten würden. Jedenfalls Gründe genug, um die ganze Anlage einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.


Bild 2

Der Gang fällt zum Eingang noch zusätzlich leicht ab, offensichtlich, um Wasseransammlungen in der Hauptkammer zu verhindern. Dadurch wird die Abschattungsproblematik noch etwas verschärft, da die Eingangsoberkannte noch niedriger zu liegen kommt ( Im Seitenschnitt im Bild 2 nicht zusätzlich eingezeichnet). Der Knick im Gang wurde offensichtlich später hinzugefügt und war ursprünglich nicht geplant, ebenso der Türbalken, wenn tatsächlich real. Etwas Gewaltiges musste geschehen sein, wenn an der fertigen Anlage eine solche drastische Ergänzung notwendig wurde. Bild 3 zeigt die geographischen Gegebenheiten südwestlich von Maeshowe.


Bild 3


In den Visierrichtungen liegen einige sehr hohe Hügel, die bei den Betrachtungen berücksichtigt werden müssen. An Hand Bild 1 lassen sich nun, für unsere Epoche, naheliegende Visierrichtungen festlegen. Die Erste (38,8°) zielt in die Richtung zum Sonnenuntergang auf dem Ward Hill, bei zentraler Durchleuchtung des Ganges samt Knick. Die Richtung zielt dabei auf die Mitte der Sonne, sie ist also bereits zum guten Teil in den Horizont gesunken. Die Zweite (42,5°) zielt an das Glen of Greor. Aus dieser Richtung könnte die Sonne mit ihrer Oberseite, nach Untergang auf dem Hügel, nochmals kurz an die Wand leuchten, bevor sie völlig hinter der Ecke des Einganges verschwindet. Das Glen liegt aber ca. 1° niedriger, der Türbalken würde hier eventuell verhindern, daß noch Restlicht knapp in die hintere Beobachtungskammer streift. Dazwischen liegt die Dritte (40,5°) die dem geraden Teil des Ganges folgt und durch den Knick am Eingang noch beschnitten wird. Die Vierte (44,2°) zielt auf die westliche Seite des Glen und würde, durch Abschatten an der Eingangskante, den Bereich begrenzen, wenn das Sonnwendereignis im Glen stattfinden würde und der gesamte, geknickte Bereich entfernt würde! Nun ist es so, daß für die mögliche Ausleuchtung an der Hauptkammerwand eine weitere Bedingung erfüllt werden muß! Die Erdneigung muß einen bestimmten Wert unterschreiten, damit auf der geographischen Breite von 59° in den obigen Situationen die Sonne überhaupt noch über dem Horizont stehen kann. Diese Erdneigung, also die Kippung gegen die Senkrechte auf die Ekliptik [2], ist heute etwa 23,4° und wie bekannt sein sollte, für unsere Jahreszeiten verantwortlich. Was weniger bekannt der Umstand, daß die Erdachsneigung, durch den Einfluß der anderen Himmelskörper im Sonnensystem, Schwankungen bis zu 2,6° ausführt und das mit einer Periode von ca. 41.000 Jahren. Die Ausschläge sind dabei aber nicht konstant, sondern sind ihrerseits wiederum, beispielsweise, mit einer Periode von 100.000 Jahren betroffen. Diese Schwankungen können mit entsprechenden Simulationsprogrammen für Millionen von Jahren berechnet werden. Ein Beispiel ist in Bild 4 gegeben.


Bild 4


Die möglichen Werte für die Zeit bis 50.000 Jahre zurück können aus Bild 4 zu 22,1° bis 24,4° abgelesen werden. Auf ein Zehntel-Grad kommt es allerdings nicht an, da die Sonne am Himmel einen Durchmesser von über 0,5° hat. Dieser Wertebereich ist die oben genannte zusätzliche Bedingung, die eingehalten werden muß. Mehr noch! Ist ein Kippwinkel bekannt, kann die zugehörige Jahreszahl rückwirkend bestimmt werden. Ich habe für die obigen Visierrichtungen die geforderten Erdneigungen berechnet und in die Tabelle in Bild 1 eingetragen. Für jene, welche selber rechnen wollen, habe ich die Gleichung in Bild 3 wiedergegeben. Die Höhe hv ist die sogenannte visuelle Höhe. Durch die Nähe zum Horizont wird das Licht nämlich etwas gebrochen, man kann sozusagen etwas hinter den Zaun sehen. Diese Werte habe ich ebenfalls in der Karte eingetragen. Aus der Tabelle in Bild 1 ist nun eine Überraschung ersichtlich. Ausser für die Richtung 38,8° sind alle benötigten Werte für die Erdneigung kleiner als der Mindestwert aus Bild 4, es kommt also nur 38,8° mit der zugehörigen Erdneigung von 22,1° in Frage. Für die Ränder des Glen habe ich die Werte sowohl für eine Höhe h von 1° und 2° gerechnet! Trägt man die 22,1° wieder zurück zum Bild 4, so ist die nächste Überraschung fällig. Das zugehörige Jahr liegt ca. 30.000 Jahre in der Vergangenheit! Wie es der "Zufall" will, ist das gerade auch das Datum der zweiten Zerstörung von Atlantis, welches ja von den Atlantern selbst oder den Göttern gestraft wurde [3]. Und jetzt noch der Überhammer. Die Rechnung geht ja rückwärts, berücksichtigt auch den Knick im Visiergang, stellt also offensichtlich die Situation nach der Katastrophe von Atlantis dar, welche durch Veränderungen in den geographischen Gegebenheiten auf der Erdkruste im Bereich der Orkney Inseln, eine bauliche Korrektur der ursprünglichen Anlage mit eben diesem nachträglichen Einbau des Knickes erforderlich machte! Und damit noch nicht genug, muß doch daraus geschlossen werden, daß die Anlage noch älter ist, als diese 30.000 Jahre! Und das wirft sofort die Frage auf, wie denn die Anlage vorher funktionierte und wann sie tatsächlich errichtet wurde. Nimmt man für die Rückrechnung [4] nun den Knick aus dem Gang raus und verwendet die ursprüngliche Richtung des geraden Ganges (40,5°) und entfernt man ev. den Türbalken, damit das Licht, in voller Höhe, horizontal den hinteren Beobachtungsraum erreichen kann (Bild 2), so ist weiters anzunehmen, daß der Horizont h bei 0° lag. Die Rechnung ergibt dann eine Erdachsneigung von 23,6°, was zulässig ist, und aus Bild 4 folgt dann ein Alter von ca. 40.000 Jahren! (Ohne die obigen Annahmen könnte man das Datum bis auf 30.000 BP vorziehen, wenn man annähme, daß der Warden Hill sich um ca. 0,6° gehoben hat. Das wäre dann der andere Extremfall.) Die Anlage funktioniert bestens, der Lichtstrahl trifft sogar mit der richtigen Breite auf den Eingang der hinteren Beobachtungskammer! Die schräge Seitenwand in der hinteren Beobachtungskammer bekommt jetzt auch einen Sinn, denn sie vergrößert geometrisch den Weg des Randes des ein- oder auslaufenden Lichtbalkens und läßt eine größere Präzision bei der Vermessung zu. Auch der Blockierstein behält seine Funktion bei und ist wohl schon Teil des ursprünglichen Konzeptes gewesen [6]. Er begrenzt das Lichtbündel auf jenen Teil, welcher in die hintere Beobachtungskammer fällt. Der sogenannte Verschlußstein scheint allerdings die Funktion einer verschiebbaren Referenz gehabt zu haben. Zusammen mit seiner schrägen Oberkante diente er wohl als genaue, aber justierbare Markierung für die Zeit nach 30.000 BP, ohne selber angeleuchtet zu werden. Eine sinnvolle Maßnahme, um die Anlage ohne grössere Umbauten wieder in Betrieb nehmen zu können. Beeindruckend! Nimmt man realistischer Weise an, daß die ursprüngliche Katastrophe vor 52.000 Jahren in Atlantis die grösste war und die folgenden lediglich noch vertikale Ausgleichsbewegungen in der Erdkruste verursachten, so kann angenommen werden, daß bei den Orkney Inseln während der Katastrophe eine Hebung oder Kippung der lokalen Geographie stattfand, welche den Horizont für Maeshowe um ca. 0,6 bis 2° hob (Siehe Bild 5) und daher den Umbau nötig machte, um die Anlage noch zu retten, auch wenn damit meßtechnische und zeremonielle Einbußen einhergingen.


Bild 5


Die Orkney Hauptinsel lag während der Hochzeit der letzten Eiszeit vor ca. 57.000 Jahren nachweislich gerade noch ausserhalb der Vereisungszone, was auch der günstigen atlantischen Lage zu verdanken ist. Es wurde ein zeitlich durchgehender Pflanzenbewuchs nachgewiesen (Stichwort: Primula scotica). Auch lag sie mindestens 130m über dem Meeresspiegel, da dieser in der Eiszeit deutlich niedriger lag [8]. Die Landschaft muß einen wahrhaft bizarren Anblick geboten haben. Vielleicht hatte der Türbalken damals auch noch eine Funktion, falls das Glen of Greor ein Strahleintritt leicht von unten her zuließ? Es lag dann ja unter dem 0°- Horizont und eine Reflektion von einer Meeresoberfläche oder einem See wäre dann noch denkbar. Ein Horizont deutlich über der Meeresoberfläche, heute wie damals, hat auch den Vorteil, daß Dunst oder Nebel über dem Wasser die Messung nicht im entscheidenden Moment verhindert. Hier paßt einfach alles wieder einmal zusammen, da waren Profis am Werk! Ein Bauprojekt vor 30.000 bis 40.000 Jahren wäre also möglich gewesen, eventuell mit wohlwollender Unterstützung der Götter (Gleichzeitig die ersten Herrscher in Atlantis?).

Wer eine solche Anlage erstellt, möchte sicher auch, daß sie möglichst lange genutzt werden kann. Wie sieht es damit, beispielsweise für eine Horizonthöhe von 0°, aus? Am 40ky-Punkt kann sich in Bild 4 die Erdachse noch in beide Richtungen etwas neigen. Wird die Neigung grösser, so wird der Tagesbogen kürzer und der Mittwintersonnen-untergang wandert an der Ostseite des Visierganges aus. Das wäre bei einer Visierrichtung von 32,5° der Fall (Bild 1). Für die westliche Gangseite ist der Winkel 48,5°. Die Rechnungen bezogen sich bisher immer auf die Mitte der Sonnenscheibe. Wollen wir das Auswandern bis zum Sonnenrand abschätzen, so können wir noch ca. 0,2° in die jeweilige Himmelsrichtung korrigieren (32,3°/48,7°). Für die Ostseite ergibt die Rechnung bei der Maximalneigung von 24,4° einen Visierwinkel von 38,3°, das liegt somit immer noch im Visiergang. Es könnte also die Anlage bis an die erste Zerstörung von Atlantis, vor 52.000 Jahren, zurückdatiert werden, was auch logisch wäre [2]. Das bestätigt den Bau der Anlage als Folge der Ereignisse vor 52.000 Jahren, warum auch 12.000 Jahre mit dem Bau warten? Für die Westseite ergibt die Rechnung bei der Minimalneigung von 22,1° einen Visierwinkel von 44,5°, das liegt somit ebenfalls noch komfortabel im Visiergang. Selbst die hintere Beobachtungskammer wird bis zum Grenzfall eingeleuchtet. Das heißt im Klartext, die Anlage wurde hinsichtlich der Gangbreite so konzipiert, daß sie original auch problemlos über den 30ky-Punkt hinaus funktioniert hätte! Wirklich beeindruckend!

Nach dem 30ky-Punkt lässt sich ebenfalls für den Notumbau die Nutzungsdauer rechnen. Hier wandert der Mittwintersonnenuntergang bei 34° nach Osten aus dem Gang aus. Die Rechnung ergibt eine Erdneigung von 23,7° und Bild 4 offenbart eine direkte(!) mögliche Nutzungsdauer bis vor 16.000 Jahren! Das sei aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Um die Datierung von 5000 BP (before present) zu retten, wird von den Mainstreamforschern die Zählmethode propagiert. Es wird dabei vom Zeitpunkt des Auswanderns des Sonnenunterganges ab einer Markierung bis zur Rückkehr des Sonnenuntergangs in den Gang, die Anzahl Tage abgezählt (2016: 48 Tage!) und dann die Wintersonnwende um die Hälfte der Tage rückwirkend(!) festgestellt. 810m entfernt, auf der Visur 41° steht der 3,2m hohe Barnhouse Stone, welcher die Zählmarke darstelle. Um an den Höhenwinkel des Ward Hill heranzukommen, müßte er allerdings auf ca. 80m herangerückt werden, weil er vor dem dunklen Hintergrund in der Abenddämmerung nicht mehr zu sehen wäre, wenn sein oberer Rand nicht bis an den Horizont reichen würde. Mehr noch! Aus Bild 4 ersieht man, daß die Erdneigung in Richtung Vergangenheit zunimmt. Der Tagesbogen verkürzt sich weiter, die Situation verschärft sich dramatisch auf rechnerisch 54 Tage. Es müssten also Monate ausgezählt werden, um dann viele Wochen später zu erfahren, wann die Sonnenwende war. Wäre das tatsächlich so geplant gewesen, müßte man, gelinde ausgedrückt, die Anlage als den grössten "Pfusch am Bau" des Neolithikums bezeichnen. Ein Knick im Gang und immer noch eine Krampflösung? Wieso wurde die ganze Anlage nicht einfach auf die erforderlichen 32,8° (Der Leser rechne selber nach!) sondern auf falsche 40,5°ausgerichtet, sowie der Eingang der Beobachtungskammer nicht auf die richtige Höhe gesetzt und warum wurde dann später die Anlage auf wieder falsche 38,8° umgebaut? Wir wissen, daß die Leute das besser konnten. Hunderte Anlagen in ganz Europa, auf 0,1° genau ausgerichtet, legen ein Zeugnis davon ab. Ein zweiter Barnhouse Stone hätte die Aufgabe auch gelöst, der erste konnte ja auch umfallen, da macht der zweite auch keinen Staat mehr. Oder wurde nach der finalen Atlantiskatastrophe, vor 12.700 Jahren oder 3500 und 2600 Jahren [9] nochmals an der Anlage verzweifelt rumgepfuscht? Nein, in Maeshowe wurde ursprünglich eine langfristigere und grössere Vision zu Stein, ganz ohne externe Stones!

Die Überprüfung der Nutzungsdauer zeitigt somit zusätzliche Erkenntnisse und bestätigt die Hypothese des hohen Alters der Anlage glänzend. Es drängt sie hierbei aber noch ein anderer Gedanke auf. Im Visiergang muß über diese lange Nutzungsdauer die 41.000 Jahre-Schwankung der Erdachse zum Teil bemerkt worden sein. Wurde diese Abweichung von den "Wächtern" tatsächlich ausgewertet und bei der Überwachung der Erdachse berücksichtigt?

Den einen oder anderen mag der aus unserer Sicht gewaltige Zeitraum, welcher hier betrachtet wird, schockieren. Aber bereits Cayce berichtet von Personen aus der Atlantis-Elite, welche über 20.000 Jahre alt werden konnten (Reading Nr. 440/5, 20. Dezember 1933) [3]. So jemand sieht die Welt wohl mit etwas anderen Augen. Für Götter natürlich sowieso kein Problem. Nachhaltiges Bauen, sozusagen für die Ewigkeit ist ebenfalls aus dieser Sicht zu bewerten. Und was die scheinbare Primitivität der Bautechnik anbelangt, so ist es wohl so, daß wir hier die Einfaltspinsel sind. Was bliebe von unseren Stahlbetonbauten nach ein paar hundert Jahren übrig? Richtig, Schutthaufen. Selbst rostfreie Säulen würden verrotten oder gestohlen. Würde von einem Ingenieur heute verlangt, bauliche Zeichen zu setzen, die über Jahrtausende Bestand haben, würde er zu den gleichen Methoden greifen. Felsen als Untergrund, tonnenschwere, riesige Monolithen. Erde/Stein Aufschüttungen zur Flutwellen- und Erdbebenabsicherung. Und die Pflege als auch der Betrieb läge dann zweckmäßigerweise in den Händen einer verschworenen Gruppe, die nach außen hin dem Pöbel eine Religion vorgaukelt, um die Kontrolle zu behalten. Waren die Druiden die letzten dieser Elite? Und was war der Zweck solcher Anlagen? Was rechtfertigte den seinerzeit riesigen Aufwand? Eine Hilfe zur Zeiteinteilung für einige Bauern war es sicher nicht, schon gar nicht zu jener Zeit auf den Orkney- Inseln. Es ist zwar eine Vegetation für jene Zeit nachgewiesen worden, Landwirtschaft war aber eher nicht möglich. Die Anreise war schon eine Herausforderung und ging nur über das Wasser oder durch die Luft. Für Datierungs- oder Zeremonialbedarf hätte es auch ein Stock in der Wiese getan oder ein Dachgiebel, wie es auch Däniken schon aufgezeigt hatte [5]. Nein, hier wurde etwas Langfristiges ausgewertet. Es wurde über Jahrtausende die Stabilität der Erdachse, die Welt, überwacht und zwar mit einer Sorgfalt und Ausdauer die uns heutigen Eintagsfliegen anscheinend unvorstellbar dünkt. Gab es eine geheime Gesellschaft der "Wächter der Erdachse"? Gab es katastrophale Ereignisse, die diesen Aufwand als unausweichlich erscheinen ließen? Zumindest die Hopi kannten zwei dieser Wächter, Zwillinge, sogar dem Namen nach. Ihre Namen sind Pöqanghoya und Palöngawhoya [7] (Die Südinsel heißt ebenfalls Hoy.). Sie bewachen die Erdachse und halten sie gerade. Sie werden schon wissen, warum! Mit ihren jährlichen Zeremonien unterstützen die Hopi sie und wehe die Hopi werden in der Zukunft durch den Weißen Mann davon abgehalten! Es könnte uns schlecht bekommen? Vielleicht ist unsere Welt noch phantastischer, als wir zu träumen wagen? Das Einzige, was wir sicher wissen, ist, daß wir von dieser Welt nichts wissen. Zum Schluß möchte ich hier noch darauf hinweisen, daß es auch andere Steinsetzungen und Megalithbauten gibt, die scheinbar völlig unvermittelt auf neue Himmelsrichtungen ausgerichtet wurden. So mutet der Lageplan von Tiahuanaco in dieser Hinsicht recht eigentümlich an. Südlich der Orkney Inseln bei Mid Clyth in Schottland auf der Breite von 58,3° ändert eine ganze Gruppe der Steinreihen plötzlich die Richtung. Und die Kammern der Externsteine wurden offenbar mühevoll neu ausgemeißelt, um die Visierlinien zu ändern, angeblich, um aus einem Mondheiligtum ein Sonnenheiligtum zu basteln. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt?