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Groben Turismo S.R.L. | Reisen zu den Ursprüngen.

Der Westen von Bolivien - 11 Tage

Eine Kompaktreise für Archäologie,
Geschichte und Natur
Erweiterungsoption für Nordchile

Bolivien beginnt erst langsam ein beliebtes Reiseland zu werden, das neben seinem großen Bruder Peru zunehmende Akzeptanz unter Abenteurern, Kultur- und Naturfreunden genießt. Diese Kompaktreise, welche sich aufgrund der Länge auf den wichtigen und abwechslungsreichen Westteil dieses Andenlandes beschränkt, soll Archäologie/Geschichte und die Wunder der Natur auf durchschnittlich über 3.600 Metern über dem Meerespiegel nahebringen, wobei natürlich insebondere der Salar de Uyuni, die farbigen Lagunen südlich dieser Salzwüste sowie die durch Wind und Wetter gebildeten, schroffen Gesteinsformationen den Besucher in Staunen versetzen. Als ebenso erstaunlich wie einmalig stellen sich die enigmatischen Ruinen von Tiahuanaco und Puma Punku dar, die durch vielerlei Literatur und Dokumentationen bereits Weltruhm erlangt haben. Der seltsame Berg von Potosí (Cerro Rico) und die kaum besiedelte Region von dort nach Sucre, in dem wir wieder auf moderatere Höhenmeter hinabfahren, bieten den landschaftlichen Kontrast zum andinen Hochplateau, bevor wir von Sucre über die majestätischen Anden wieder nach La Paz zurückfliegen. Dieses Modul eignet sich auch ganz hervorragend als Anschlußmodul für eine Perureise oder Fortsetzung für jegliches übrige Land in Südamerika.

DER REISEABLAUF IN KURZÜBERSICHT

TAG 01

(Ihr Flug von Europa nach Südamerika) Willkommen in La Paz!

TAG 02

La Paz -> Tiahuanaco und Puma Punku -> La Paz*
*Zusatzoption: ein Tag extra in Tiwanaku; Details siehe weiter unten

TAG 03

La Paz -> Nationalpark von Sajama

TAG 04

Sajama -> Salar de Coipasa -> Salar de Uyuni/Nordseite

TAG 05

Salar de Uyuni -> San Juan

TAG 06

San Juan -> Salar de Chiguana -> Ojo de Perdiz

TAG 07

Ojo de Perdiz -> Nationalpark Eduardo Avaroa -> Uyuni

TAG 08

Uyuni -> Potosí

TAG 09

Potosí -> Sucre

TAG 10

Inlandsflug: Sucre –> La Paz

TAG 11

La Paz -> Flughafen El Alto: Auf Wiedersehen!

ALLGEMEINE REISEBESCHREIBUNG

TAG 01

(Ihr Flug von Europa nach Südamerika oder Einreise über ein anderes Land) Willkommen in La Paz!


Ich erwarte Sie am Flughafen „El Alto“ von La Paz und darf Sie herzlich willkommen heißen. Unser Transport steht schon bereit. Gemeinsam geht es in die Adenmetropole La Paz, die sich in einem Talkessel befindet und von den Königskordilleren einerseits sowie dem Altiplano, dem Andinen Hochplateau andererseits, umsäumt wird. Während wir in das Tal hinabgleiten, offeriert sich die Möglichkeit für einen kurzen Halt neben der Hauptstraße, um einige Panoramaaufnahmen von Stadt und Umgebung zu schießen. Weiter geht es nun zu unserem Hotel, das sich strategisch günstig im Zentrum befindet, von wo aus die Möglichkeit besteht, ein wenig die Stadt zu erkunden (ich empfehle daher die Ankunft in La Paz morgens bis maximal mittags) bzw. den Devisenwechsel für die Landeswährung einzuplanen. Gegen Abend treffen wir uns einem Dinner im Hotel, wobei die ich die Zeit nutzen werde, Ihnen den Reiseablauf nahezubringen. Übernachtung in La Paz.

(- / - / A)
TAG 02

LA PAZ -> TIWANAKU/PUMA PUNKU -> LA PAZ


Nach einem kräftigenden Frühstück erwartet uns gegen 08:00 Uhr unser Transport vor dem Hotel, um uns zu einem der mysteriösesten Orte weltweit zu chauffieren: wir reisen in das ca. 75 km entfernte Tiahuanaco mit seinem Nachbarkomplex Puma Punku und widmen uns diesen beiden Stätten einen ganzen Tag lang, da es hier soviel zu erfahren und zu berichten gibt, daß es nicht, wie bei so vielen anderen Agenturen üblich in 1,5 bis 2 Stunden abgehandelt werden kann, um in die rätselhafte Vergangenheit dieses Ortes einzutauchen. Das Synonym für Tiahuanco dürfte wohl das berühmte „Sonnentor“ sein, dessen Hochrelief an der Vorderseite schon für fast so viele Spekulationen gesorgt haben dürfte wie die drei weltbekannten Pyramiden von Gizeh in Ägypten. Es wurde aus einem einzigen Andesitblock hergestellt und wiegt imposante 9 Tonnen! Mittagessen in Tiahuanaco. Am Nachmittag geht es dann nach Puma Punku, wo Sie mit Zeugnissen perfekter Steinbearbeitung konfrontiert werden, wie ich diese in keinem anderen Ort der Erde bisher habe vorfinden können. Da liegen in einem Chaos, in das die Archäologen versucht haben Ordnung hineinzubringen, Blöcke und Fundamentplatten verschiedenster Ausformung und Größe und in einer Vollendung, die an moderne Fertigungstechniken denken lassen. Sie sehen lasergenaue Schnitte, Bohrungen in Andesit (ein graugrünes, ultrahartes Tiefengestein), Vertiefungen, Fugen und Kanten an Baukörpern, die ohne Planung und fortgeschrittene Technik nicht hätten realisiert werden können. Was sollte dieses unverständliche 3D- Puzzle in Stein einst darstellen? Zu welchem Zweck wurde es erbaut und welche Kultur kommt dafür in Frage? Wann geschah all dies?

Falls am späten Nachmittag noch etwas Zeit bleibt, ist ein Besuch (in der Eintrittskarte enthalten) des Lithischen Museums in Tiahuanaco empfehlenswert, das nach jahrelanger Schließung und Wiedererföffnung im Jahre 2014 einzigartige Stelen, Riesenköpfe, Tierdarstellungen und anthropomorphe, teilweise nicht vollendete Skulpturen zur Schau stellt.

Rückfahrt nach La Paz, Ankunft gegen Abend. Übernachtung in La Paz.

(F / M / -)


ZUSATZOPTION: ein einzigartiges Erlebnis in Tiahuanaco: Andine Astronomie und Kosmogonie mit dem Astronomen Manuel de la Torre. Hier bleibt auch mehr Zeit für den Besuch des Lithischen und Kermischen Museums, bevor wir am frühen Abend das örtliche, private Observatorium besuchen, um uns der Beobachtung des südlichen Sternenhimmels zu widmen, was auch die Observation unserer planetaren Nachbarn beinhaltet, sofern diese sich zeigen (abhängig von der Jahreszeit). Unterfüttert wird das Ganze noch von zwei Ausstellungsräumen, welche sich der Themen Raumfahrt, Astronomie und im Speziellen der Archäo- Astronomie in Tiahuanaco und Puma Punku widmen. Um das Ganze zusätzlich zu veranschulichen, steht noch ein nächtlicher Besuch in Tiahuanaco auf dem Programm (klarer Himmel vorausgesetzt), bei dem Manuel mittels Laserpointer im Halbunterirdischen Tempel weitere Erklärungen zur Andinen Astronomie und Kosmogonie abgibt und dabei den astronomischen Hintergrund der antiken Bauwerke verdeutlicht. Übernachtung in Tiahuanaco und Fortsetzung des Programms ab Tag 03 wie im Folgenden beschrieben.
TAG 03

LA PAZ -> NATIONALPARK VON SAJAMA


(Bei Inanspruchnahme der Zusatzopton 1 Rückfahrt nach La Paz nach dem Frühstück und Fortsetzung des Programms.)

Wir brechen morgens nach dem Frühstück auf. Am Hotel erwartet Sie unser Privatfahrzeug. Erst geht es über die Neustadt El Alto und dann auf die südlich abbiegende Hauptstraße nach Patacamaya. In Patacamaya drehen wir in Richtung Südwesten und wir nehmen direkt Kurs auf den Sajama- Park. Der höchste Berg Boliviens - der Sajama - ist bereits aus der Ferne zu erkennen: majestätisch ragt der regelmäßige, 6.542 Meter hohe, schneebedeckte Kegel empor und hebt sich von der Landschaft ab. Entlang dieses Streckenabschnitts machen wir an "Chullpas", den sogenannten Grabtürmen, Halt und genießen die Weite der Landschaft. Diese Chullpas unterscheiden sich von ihren berühmten Pendants in Sillustani/Peru, da diese nicht wie letztere aus massiven Blöcken, sondern aus luftgetrockneten Lehmziegeln erbaut worden sind. Es bieten sich weitere Haltepunkte an, um bizarre, geologische Formationen zu bestauen. Man kann regelrecht nachempfinden, wie hier einst gigantische, geologische Kräfte walteten. Der Sajama und seine drei vulkanischen Schwestern, der Pomarape und der Parimacota, kommen nun immer näher. Am Eingang des Parkes angekommen, halten wir einige Minuten inne und bewundern den Sajama in seiner ganzen Pracht. Im Park geht es dann weiter Richtung Zentrum zur Eco- Lodge, wo wir zu Mittag essen. Dort haben wir dann die Möglichkeit, uns zu den Geysiren, dem See und letztlich zu den Thermalquellen zu begeben, in denen wir ein entspannendes Bad nehmen und die Seele baumeln lassen können. Daher empfehle ich an diesem Tage die Fahrt zu den Thermalquellen unter freiem Himmel. Am späten Nachmittag dann Rückfahrt in die Eco- Lodge, in der wir auch zu Abend essen. Wenn es Abend geworden ist, empfiehlt sich, vor die Tür zu gehen, um die Ruhe, die Atmosphäre und vor allem den Sternenhimmel zu beobachten, welcher das besondere Panorama überstülpt.

(F / M / A)
TAG 04

SAJAMA -> SALAR DE COIPASA -> SALAR DE UYUNI/NORDSEITE


Frühstück in der Eco- Lodge, während dessen ich Ihnen etwas über die merkwürdigen, schnurgeraden und kilometerlangen Linien erzähle, welche den Sajama- Park durchziehen und unmittelbar an eine andere, berühmte Stätte in Südamerika denken lassen. Dann bestaunen wir die Lagunen, Geysire und den höchsten Wald der Welt namens „Bosque de Queñua“, der sich zwischen 4.300 und 5.200 Metern über dem Meeresspiegel ausbreitet.

Wir verlassen den Park und begeben uns Richtung Süden, um den Salar de Coipasa, sozusagen den kleinen Bruder des weiter im Süden gelegenen Salar de Uyuni, zu durchqueren. Es handelt sich dabei um einen ehemaligen Brackwassersee von ca. 2.500 km², der mit dem Lago Poopo, dem zweitgrößten See Boliviens mittels eines Flusses, der teilweise unterirdisch verläuft, verbunden war bzw. nur noch in Regenzeiten zeitweise verbunden ist und mit dem südlichen Salar, dem Titicaca- See und dem Poopo- See wohl einst ein Binnenmeer geformt hatte, bevor die Anden sich bildeten und in die Höhe strebten, die hier mittlerweile rund 3.800 Meter ausmacht. Hier wie im Salar de Uyuni wird übrigens Salzabbau nach alter Manier und rein von Hand betrieben und das Endprodukt dürfte sämtliche Anforderungen an ein Bio- Nahrungsmittel verfügen. Die Salzkrusten sind so dick, daß mit großen Geländewagen darüber gefahren werden kann. Aber Vorsicht: die weiße Schicht variiert beträchtlich in der Dicke und daher verlassen wir uns nur auf ortskundige Fahrer. Zu Regenzeiten, normalerweise zwischen November und März des darauffolgenden Jahres, bilden sich hier große durch Wasser verursachte Spiegelflächen, die für passionierte Photographen Traummotive bilden, insbesondere in der kontrastreichen Gegend: eine schneeweiße Oberfläche, ein knallblauer Himmel die dunkelerdige Farbe der den Salar umgebenden Gebirgskette der Anden. Weiter geht es Richtung Salar de Uyuni, wobei der an der Nordseite befindliche Vulkan Thunupa uns den Weg weist, in dessen Nähe sich unsere nächste Eco- Lodge befindet und durch Ihre Lage ein wunderbares Panorama bietet, wobei der Komfort hierbei auch nicht zu kurz kommt. Übernachtung am Rande der Salar de Uyuni.

(F / Lunchbox / A)
TAG 05

SALAR DE UYUNI -> SAN JUAN


Nachdem wir uns am Frühstücksbuffet gestärkt haben, steht uns ein Trip in den nicht nur größten, sondern auch den am höchsten gelegenen Salzsee der Welt bevor; Zuvor jedoch besuchen wir an der Basis des Heiligen Vulkans Thunupa eine Höhle mit natürlich konservierten, mehrere Hundert Jahre alte Mumien, die ausnahmsweise mal nicht der Grabräuberei oder der Spanischen Conquista zum Opfer gefallen sind. Nun fahren wir zielstrebig auf die schier endlos plane, weiße Fläche und begeben uns nach einigen Photo- Stops, bei denen wir unter anderem auch die „Ojos del Sal“ (Salzaugen) sehen, die das unter der Salzschicht befindliche Wasser mit Gas vermischt blubbernd an die Oberfläche treten lassen, ins Zentrum des Salar de Uyuni, zur sogenannten Isla de Pescado (Fischinsel, aufgrund seines Aussehens), wo auch unser Rastplatz ist. Das vom Salzmeer umgebene Eiland weist eine Menge versteinerter Korallen auf (dies muß also einmal Teil eines Meeres, möglicherweise des Pazifischen Ozeans, gewesen sein), die verdächtig gut erhalten sind, um mehrer Millionen Jahre alt zu sein, wenn man den Geologen in bezug auf die Entstehung der Anden glauben will. Die Insel ist auch bekannt für seine Jahrhunderte alten, teils riesigen Kakteen (hätten Sie das auf ca. 3.600 Höhenmetern erwartet?), die wir uns bei einem kleinen Landspaziergang bis zur oberen Plattform der Insel, die einen perfekten Rundumblick auf die Salzebene gestattet, betrachten. Am Nachmittag verlassen wir den Salar de Uyuni Richtung Süden, um in Dörfchen San Juan Quartier zu beziehen, dessen Haupteinnahmeuquelle in dier Kultivierung von Quinoa liegt, das mittlerweile weltweit exportiert wird. Der Panorama- Speisesaal lädt zum Verweilen und Sinnieren ein. Das Hostal trägt übrigens den Namen einer präinkaischen Regionalkultur: die Lípez (Hostal los Lípez). Bei Bedarf kann auch gerne das kleine Museum und den Friedhof der Lípez besucht werden. Übernachtung in San Juan.

(F / M / A)
TAG 06

SAN JUAN -> SALAR DE CHIGUANA -> OJO DE PERDIZ


Nach einem rustikal- andinen Frühstück besteigen wir unser geländegängis Fahrzeug und den Salar de Chiguana, eine ca. 12x15 Kilometer große Salzebene. Wir halten dort kurz und sehen uns die in ca. 15 Höhe liegenden Strandlinien an, die von einem prähistorischen See oder besser einem Binnenmeer (die Korallen im Salar de Uyuni sind Salzwassergewächse) zeugen, der auch den Salar de Coipasa und den Salar de Uyuni überdeckte. Dann dringen wir weiter in die wohl abgelegenste Gegend Boliviens vor, deren Landschaftsbild einmalig ist auf diesem Planeten. Mitten in der Wüste Siloli, die Teil der trockensten Wüste der Welt, der Atacama- Wüste, ist, liegt unser heutiges Reiseziel „Ojo de Perdiz“ (Auge des Rebhuhns). Hier wirkt die Welt ungewohnt und Sie genießen die Ruhe und Einsamkeit des Andenhochlandes. Erleben Sie diesen surreal schönen Ort, welcher folgende Höhepunkte für Sie bereit hält: eine schier endlose Wüstenwelt, die dampfend heißen Quellen von Polques, der majestätische Llicancabur- Vulkan im Süden und die Grenze zu Chile signalisiered, und uralte, versteinerte Wälder, Lava- Strukturen in der Wüste, bizarre Gebilde, die fast schon Kunstwerken gleichkommen. Wir druchqueren das „Tal der Felsen“ und am späten Nachmittag kommen wir in einer schönen Herberge an, in der wir zu Abend essen und auch übernachten.

(F / M / A)
TAG 07

OJO DE PERDIZ -> NATIONALPARK EDUARDO AVAROA -> UYUNI


Morgens erwartet und der Choffeur, um uns in den Nationalpark Eduardo Avaroa zu bringen. Wir steuern die „Laguna Colorada“ (Farbige Lagune) an, die ein Synomym für diesen weitflächigen Park ist, der den Südwestzipfel Boliviens, an das Dreilängereck Bolivien – Chile – Argentinien – umfassend, einschließt. Hier bietet sich ein Konstrastprogramm an Farben, wie ich es bisher noch nirgends gesehen habe. Die Laguna Colorada ist ein flacher, ca. 60 km² großer See auf immerhin 4.278 m über dem Meeresspiegel und erhielt seinen Namen aufgrund seiner auffälligen, roten Färbung, die von der vorherrschenden Algenart und vom hohen Mineralstoffgehalt seines Wassers hervorgerufen wird. Der See ist für seine großen Bestände von Flamingos der Arten Chileflamingo, Gelbfuß- oder Andenflamingo und James- oder Kurzschnabelflamingo. Erstaunlich, daß diese Vogelart überhaupt auf dieser Höhe anzutreffen ist. Nach einem lecker zubereiteten Mittagessen fahren wir in südlicher Richtung hoch zum Paß Mañana knapp unter 5.000 Metern über dem Meeresspiegel. Direkt nach der Paßhöhe befinden sich große, geothermische Felder, die Geysire „Sol de Mañana“ (Morgensonne). Hierbei handelt es sich um ein ca. 2 km² großes Geothermalgebiet, das sich durch intensive, geothermische Aktivität mit Geysiren, kochenden Schlammlöchern und Fumarolen auszeichnet. Anhand dieser „Offenen Wunden“ unseres Planeten kann man sich eine Vorstellung der tektonischen Aktivitäten der Anden machen (was von diversen aktiven Vulkanen in dieser Region unterstrichen wird), die immerhin 2 cm pro an Höhe gewinnen sollen. Die etwa 110 km² große Wüste „Desierto de Dalí“ (Wüste von Dalí, des berühmten Malers aus Spanien) erinnert an ein surrealistisches Porträit des Meisters und läßt mich an den Planeten Mars denken. Dann erwartet uns eine lange Fahrt zur Stadt Uyuni nahe des südöstlichen Randes der Salar de Uyuni. Genießen Sie hierbei noch einmal die Kombiniation aus Vulkanlandschaft und Wüste. Abends Ankunft in Uyuni. Dort beziehen wir auch ein schönes Quartier.

(F / M / -)
TAG 08

UYUNI -> POTOSÍ


Am frühen Vormittag bietet sich ein Besuch des einmaligen „Cementerio de los Trenes“ (Zugfriedhof) ca. 3 Kilometer südlich von Uyuni an. Rostige, zerfallene Dampfgiganten, die von einer Blütezeit zeugen, welche vor ca. 100 Jahren ihren Höhepunkt erreichte, als in der Umgebung von Uyuni reichhaltige Mineralminen im großen Umfange ausgebeutet und per Dampflock in die verschiedenen Winkel Boliviens sowie nach Chile (früher Bolivien) zu den Häfen am Pazifischen Ozean transportiert worden sind. Vereinzelt sind mitten in den Straßen noch Waggons oder kleine Loks auf Schienensträngen zu sehen. Wer möchte, kann sich das örtliche Zugmuseum noch ansehen. Danach können wir durch die farbenprächtige Fußgängerzone von Uyuni schlendern, bevor wir dann unser Gepäck für eine weitere Fahrt klarmachen, die uns in die nächste, wichtige Stadt bringen wird. Denn bei mehr als einem Tag Aufenthalt in Uyuni bekommt man Zustände...

Potosí werden wir nach ca. 4,5 Stunden erreichen: keine besonders schöne, aber aufgrund ihres Silberreichtums eine der wichtigsten Kolonialstädte Boliviens und mit über 4.000 Metern auch noch die höchstgelegene. Wir steuern direkt unser Hotel an, um uns erst einmal des Gepäcks zu entledigen und nach drei Stunden Fahrt durch die Wildnis (auf asphaltierter Straße) unsere Körper zu srtecken. Am Nachmittag unternehmen wir einen Spaziergang in den kolonialen Gassen Potosís und besichtigen unter anderem das königliche Schatzhaus („Casa de la Moneda“), den königlichen Pavillon und den Hauptplatz. Dann geht es in die Minen des „Cerro Rico“ (reicher Berg), eines seltsamen Berges, den Potosí aufgrund seiner ergiebigen Silberminen einst so reich gemacht hat, wobei natürlich das begehrte Metall hauptsächlich dem spanischen Mutterland zugute kam. Mit der charakteristischen, pyramidalen Erhebung hat es offenbar neben dem einzigartigen Silberreichtum noch eine andere, geographische, länderübergreifende Bewandnis, die nicht einmal vor seinem Aussehen Halt macht. Über diese Themen lohnt es sich, vor Ort, in den Minen des Cerro Rico oder vor seiner majestätischen Kulisse zu diskutieren. Übernachtung in Potosí in einem sehr schönen Hotel (mit Swimming Pool). (F / - / - )
TAG 09

POTOSÍ -> SUCRE


Diese Strecke (ca. 4 Stunden mit Zwischenstops) von Potosí nach Sucre ist besonders schön, und deswegen legen wir diese auch am Tage zurück, wobei wir gleich nach dem Frühstück loslegen. In Sucre angekommen geht es dann natürlich wieder erstmal ins Hotel, das aufgrund des schönen, kolonialen Altstadkerns auch in dessen Nähe liegt. Von hier aus kann man ideal einen Stadtbummel starten. Das Klima ist aufgrund der Höhe von ca. 2.750 Metern über dem Meeresspiegel um einiges milder als auf dem Altiplano, den wir hier einmal kurz verlassen durften. Am frühen Nachmittag beginnen wir mit der Besichtigung des Hauptplatzes und des Franziskanerklosters „La Recoleta“ am Fuße des Berges Chrurquella, von wo aus sich auch ein super Panorama über Sucre und Umgebung offenbart. Außerdem sehen wir das Indigene Kunstmuseum ASUR mit Ausstellugen des Textil- und Webreichtums der zwei heimischen Kulturen Tarabuco und Jalq’a. Abschließend besuchen wir den historischen Gebäudekomplex „Casa de la Libertad“ (Haus der Freiheit), in dem Boliviens Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet wurde. Im zugehörigen Museum werden all jene Dokumente aufbewahrt, welche die hostorischen Ereignisse rund um die Erlangung der Unabhängigkeit dokumentieren.

Am Abend empfiehlt sich der Besuch in einer der Szenenkneipen rund um den Hauptplatz, in denen auch viele Künstler und Studenten verkehren. Manchmal stehen Billardtische zur Verfügung und gibt es sogar Live- Musik und hin und wieder deutsches Bier! Übernachtung in Sucre.

(F / - / -)
TAG 10

SUCRE -> LA PAZ (INLANDSFLUG)


Nachdem wir uns am Vortage mit kurz mit der jüngeren Geschichte beschäftigt haben, machen wir uns nun auf, die Prähistorie rund um die Gegend von Sucre zu erkundigen. Auf geht’s in unserem Privat- Transport zum "Parque Cretácico" (Kreidezeitpark) von Cal Orcko (Kalkberg). Bemerkenswert und einzigartig ist weniger der Park, die rekonstruierten Modelle der Riesenechsen und die verschiedenen Themensäle zum Theme Erdfrühgeschichte und die Ära der Dinosaurier, sondern die ca. 400 m lange und bis über 70 m hohe, fast senkrecht stehende Felswand, welche insgesamt über 400 verschiedene Dinosaurierspuren zeigt; der größte Fund der Welt! Entsprechend aufwendig gestalten sich die Restaurations- und Konservierungsarbeiten an dieser Steilwand. Sie wurde zufällig bei Abbauarbeiten für eine dort ansässige Kalkfabrik entdeckt. Das Panorama läßt Fragen aufkeimen: so viele verschiedene Spezies in einer geologischen Schicht (Carnivoren und Herbivoren), die alle in distinte Richtungen gelaufen sind, alles einzelne Tiere, keine Herden erkennbar und keine Hinweise, daß die Spuren später von anderen Tieren übertrampelt worden sind. Flüchteten die Expemplare wahllos vor irgendeiner Katastrophe, was dieses wirre Steinrelief erklären könnte? Ging der Versteinerungsprozeß der Platte derart schnell vonstatten, daß keine weiteren Spuren imprimiert werden konnten? Gab es infolge des rapiden Versteinerungsprozesses infolge einer angenommenen Erdkatastrophe gar keine weiteren Tiere mehr, welche über dieses Areal hätten laufen können? Wurde die Platte kurz nach der "Natur- Betonierung" von Sedimenten bedeckt? Rückfahrt ins Hotel und am Nachmittag geht es dann zum Flughafen von Sucre, um nach La Paz zurückzufliegen. Ankunft in La Paz, Transfer zum Hotel und Übernachtung in La Paz.

(F / - / -)
TAG 11

LA PAZ -> FLUGHAFEN EL ALTO


Morgens (nach dem Frühstück, hängt von gewähltem Flug ab, ansonsten Frühstück im Flughafen) Transfer vom Hotel zum Flughafen, auf dem ich Sie begleite. Gerne bin ich Ihnen beim Ausfüllen der Ausreisezettel (Zoll) am Fluglinienschalter behilflich. Ich verabschiede mich dann von Ihnen, wünsche Ihnen eine schöne Heimreise und hoffe, daß Sie mit vielen neuen Eindrücken nach Deutschland/Österreich/in die Schweiz zurückkehren werden. Auf Wiedersehen!

(F / - / -)

ENDE DER ALLGEMEINEN REISEBESCHREIBUNG

Brutto- Preise 2017 und 2018 pro Person, Unterkunft in DZ:

2 Personen: 3.000.- US$ US$

3 Personen: 2.378.- US$

4 Personen: 2.060 US$

5-8 Personen: 2.165.- US$

9-12 Personen: 1.950.- US$

13-16 Personen: 1.730.- US$

Einzelzimmerzuschlag: 360 US$

Auf Anfrage: Preis für eine Person, Option mit Dreierzimmer
Die Durchführung der Reise ist bestätigt - Änderungen vorbehalten - maßgeblich ist die Reisebestätigung.

ORGANISATORISCHES: Die Reiseleitung während der gesamten Tour erfolgt durch Dieter Groben von „Groben Turismo – Reisen zu den Ursprüngen“.
HINWEIS: AUFGRUND DER REISEBEDINGUNGEN (WETTER; POLITISCHE VERÄLTNISSE) KANN DER REISEABLAUF KURZFRISTIG ÄNDERUNGEN UNTERLIEGEN.